Schläfst du noch oder träumst du schon? (mit PDF zum Download)

Wer kennt das nicht auch? Die Morgensonne kämpft sich durch die Rolladen, füllt dein Schlafzimmer mit neuer Energie und du wachst ausgeschlafen in deinem Bett auf. Abgesehen von deinem heutigen Tagesplan, kämpft dein Kopf auch noch mit der vergangen Nacht. War da nicht diese eine Sache von der du geträumt hast? Du weißt da war etwas, aber bei bestem Willen kannst du dich nicht daran erinnern.

Ich hatte das Problem oft und wollte mich zwar erinnern, konnte es jedoch nicht. Träume helfen uns, unseren Alltag zu verarbeiten und es heißt sogar, dass unser Gehirn in der Nacht aktiver sei, als im Wachzustand. Also musste eine Lösung her.

Träume – der Weg zu unserer Seele

Während wir schlafen wird der präfrontale Kortex gehemmt. Dieser Teil des Gehirns ist für unsere eigene Persönlichkeit, Moral und planerisches Denken zuständig. Durch die Beschränkung, sind wir während unserer Träume frei von gesellschaftlichen Konventionen, Verboten und Zwängen. Somit kann sich unsere Fantasie frei entfalten.

Das limbische System hat die Aufgabe Emotionen zu verarbeiten. Dieser Teil des Gehirns ist beim Träumen aktiver als im Wachzustand und führt dazu, dass wir unsere Emotionen zum Teil intensiver erleben.

Es gibt zwei Arten von Träumer. Entweder man ist im Traum und realisiert es selbst nicht, oder man ist in „luziden Träumen“, bei denen sich der Träumer der Situation bewusst ist und diese auch frei beeinflussen kann. Luzide Träume kann man erlernen, indem man sich Tagsüber die Frage stellt, ob man träumt oder wach ist. Durch ständige Wiederholungen dieser Frage, wirst du dir diese früher oder später auch beim Träumen stellen und erhältst somit nach einiger Zeit die Möglichkeit deine Entscheidungen in deinen Träumen zu steuern.

Ich persönlich, habe diese Art bisher noch nicht ausprobiert, da ich es interessanter finde meine richtigen Träume zu analysieren und zu versuchen zu verstehen, warum ich diese Träume habe.

Träume dienen dazu unsere Gedanken zu sortieren und auch um Stress abzubauen. Durch die Verarbeitung unseres Alltags, tragen Träume ebenfalls zur Selbstheilung, der Erweiterung der Identität und Kreativität bei. Umso wichtiger finde ich es, dass es auf jeden Fall ein Thema ist, womit man sich auseinandersetzen sollte.

Traumtagebuch

Wie bereits erwähnt, hatte ich früher oft Probleme damit, mich an meine Träume zu erinnern. Also suchte ich nach einer Lösung und wurde auch schnell fündig.

Es gibt die Möglichkeit sein Traumgedächtnis zu trainieren und ein Traumtagebuch zu erstellen. Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um eine Art Tagebuch, in dem man alle seine Träume festhält. Das kann natürlich bei jedem unterschiedlich aussehen und es gibt keine strikten Regeln dafür.

Das wichtigste hierbei ist es nur, dass du jedes mal, wenn du aus einem Traum erwachst, dir dein Notizbuch zu Hand nimmst und schreibst, an was du dich noch erinnern kannst. Abgesehen davon, dass du am Ende ein tolles Buch mit deinen Träumen hast, trainierst du, wie gesagt, auch dein Gedächtnis. Falls du gerne deine Träume analysierst und wissen möchtest, was noch so dahinter steht, bietet dir dein Traumtagebuch natürlich die beste Möglichkeit dafür.

Ich hatte mir damals ein blanko Block gekauft und mir jeweils pro Traum eine Doppelseite festgelegt. Auf die Vorderseite schrieb ich alle Erinnerungen auf und versuchte meinen Traum so detailliert wie möglich zu beschreiben. Auf der Rückseite versuchte ich das Ganze irgendwie zu visualisieren. Auch, wenn ich nicht die größte Künstlerin bin, hat mir das sehr geholfen, meine Beschreibungen zu veranschaulichen.

Du kannst dein Traumtagebuch so gestalten, wie du es möchtest. Am Anfang kann das natürlich ein bisschen aufwendig sein, aber sobald du im Rhythmus bist, wirst du merken, wie leicht es wird, dich an deine Träume zu erinnern. Gerade weil es viele Menschen gibt, die nicht jede Nacht träumen, würde ich dir empfehlen dein Traumtagebuch an einen Platz neben deinem Bett zu legen, wo du es jederzeit leicht auffinden kannst.

Checkliste – Traumtagebuch

1. Besorge dir ein Notizbuch

Ich hatte mir damals einfach ein blanko Block besorgt. Dennoch würde ich euch empfehlen, euch ein Notizbuch zu besorgen, was besonders schön anzusehen ist. Das steigert deine Motivation rein zuschreiben und du wirst dich jedes Mal aufs Neue freuen, das Buch in die Hand zu nehmen

2. Positionieren

Lege dein Traumtagebuch am besten direkt neben dein Bett. So fällt es dir am leichtesten deine Träume direkt nach dem Aufwachen zu notieren und du musst nicht erst lange nach deinem Buch suchen.

3. Schreib einfach los

Du schreibst kein Buch, welches du veröffentlichen willst. Daher ist es vor allem am Anfang am Besten einfach darauf los zuschreiben. Natürlich kannst du dir Mühe in deiner Aussprache geben, aber das sollte dich nicht dein Hauptziel sein, da sonst vielleicht deine Motivation schneller schwindet.

4. Titel und Datum

Um einen besseren Überblick in deinem Traumtagebuch zu bewahren, würde ich dir empfehlen auch das jeweilige Datum dazu zuschreiben. Vielleicht hast du auch ein Titel für dein Traumabenteuer. Enthalte das deinem Buch nicht und versuche deinem Traum eine Überschrift zu verleihen.

5. Traumdeutung

Falls du dich für die Deutung deiner Träume interessierst und wissen möchtest, warum du diese Träume hast, kannst du das natürlich ebenfalls im Anschluss tun. Hierfür würde ich euch empfehlen im Internet zu recherchieren oder ein Buch darüber zu kaufen.

Meine Empfehlung wäre einmal die Homepage „Lexikon der Traumdeutung“ und das Buch „10.000 Träume: Traumsymbole und ihre Bedeutung von A bis Z“ von Pamela Ball.

Abgesehen von zahlreichen anderen Autoren und Wissenschaftlern, hat sich auch Sigmund Freud mit Träumen beschäftigt. Der Begründer der Psychoanalyse hat diesbezüglich natürlich auch einige Werke veröffentlicht. Darunter auch „Die Traumdeutung“. Für die Interessierten unter euch habe ich das Werk als PDF-Datei verlinkt.

Fazit

Da ich mich sehr für Träume und deren Deutung interessiere, habe ich mich schon früh mit dem Thema beschäftigt. Ich finde es bemerkenswert, was wir alles über uns selbst erfahren können, wenn wir uns mit unseren Träumen beschäftigen. Daher dachte ich mir, dass ich diesen Beitrag dazu schreibe und hoffe, dass ich dich damit vielleicht inspirieren konnte. Falls du bereits Erfahrungen mit solch einem Traumtagebuch oder Fragen und Tipps hast, würde ich mich darüber freuen, wenn du das in den Kommentaren mit mir und meinen Lesern teilen würdest.

Also lets go und ran ans Schreiben! Viel Spaß bei deiner Selbstentdeckung und deinem Gedächtnistraining.

Ich wünsche dir noch einen schönen Tag und bleib gesund!

In Liebe, Dilara.

Ein Kommentar zu “Schläfst du noch oder träumst du schon? (mit PDF zum Download)

  1. Sehr interessanter Beitrag! Ich habe meine Träume auch zum größten Teil unter „Kontrolle“, jetzt in der Schwangerschaft zwar nicht mehr so, aber ansonsten ging das immer gut. Wusste nicht, dass man das lernen kann. Bin überrascht. Berichte doch mal wenn es geklappt hat 🙂

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